Dateigrößen Kalkulator

Da bei der immer mobiler werdenden Arbeitswelt vor allem in der Medien und Kultur Datenvolumen und damit Dateigrößen immer noch eine Rolle spielen, haben wir hier den Versuch ein kleines, mobil nutzbares Tool zur Verfügung zu stellen, mit dem ihr Dateigrößen für’s Mastering leichter abschätzen könnt. Viel Spaß und Erfolg beim rumspielen.

Der EQ im Mastering – Teil 3: Das Shelf-Filter

Das Shelf-Filter wird im Deutschen auch als „Kuhschwanz-Filter“ bezeichnet, was mit der charakteristischen Kurvenform zu tun hat, die an einen Kuhschwanz erinnert. Shelf-Filter sind relativ einfach konzipiert, da sie lediglich im Frequenzbereich unterhalb (Low-Shelf) oder oberhalb (High-Shelf) der gewählten Einsatzfrequenz arbeiten. Historisch gesehen waren sie mit die ersten klangbeeinflussenden Bauteile und dienten zum groben Anpassen der Klangquellen.

Low- und High-Shelv
Links ein Low-Shelv bei 100 Hz mit einer Anhebung von 15dB (nicht zwingend typisch für Mastering, aber der Visualisierung zuträglich). Rechts ein High-Shelv bei 5kHz mit einer Absenkung von -15dB.

Ausführungen

Man muss hier in der Bauform unterscheiden, ob die Flankensteilheit über den Q-Faktor regelbar ist oder nicht. Bei einfachen Ausführungen wird lediglich über die Frequenz der Einsatzpunkt des Filters festgelegt. Bei analogen Geräten oder auch bei speziell für das Mastering ausgelegten digitalen EQs sind die Frequenzen oftmals in bestimmten Abstufungen gerastert, auch wegen der besseren Reproduzierbarkeit. Ebenso sind diese Einsatzfrequenzen oft auf die angedachten Einsatzgebiete beschränkt (Low-Shelf -> hauptsächlich tiefe Frequenzen, High-Shelf -> eher hohe Frequenzen).

Beim Low-Shelf-Filter kann nun über den Gain-Parameter eine Anhebung oder Absenkung unterhalb dieser Einsatzfrequenz definiert werden. Umgekehrt bewirkt eine Veränderung des Gain beim High-Shelf-Filter entsprechend eine Beeinflussung der Frequenzen oberhalb der Einsatzfrequenz. Damit kann man zwar nur relativ grob, aber doch effektiv und schnell den Frequenzverlauf des Signals anpassen.

Einige – besonders digitale – EQs besitzen daneben noch die Möglichkeit den Q-Faktor einzustellen. Dieser stellt auch beim Shelf-Filter die Flankensteilheit dar, also Q = fm / B (siehe auch Bell-Filter). Hier bewirkt allerdings eine große Flankensteilheit (hoher Q-Faktor) eine Überhöhung der Verstärkung/Absenkung (Resonanz) um die Einsatzfrequenz verbunden mit einer gegenläufigen Absenkung oberhalb bzw. Anhebung unterhalb davon, was durchaus gewollt ist um z.B. den Frequenzverlauf bestimmter analoger Schaltungen nachempfinden zu können.

Low- und High-Shelv in Resonant-Form
Filter 1 ist ein Low-Resonant-Shelv mit einer Anhebung unterhalb seiner Frequenz und einer leichten Absenkung oberhalb. Filter 7 ist ein High-Resonant-Shelv mit einer Absenkung oberhalb der eingestellten Frequenz und einer leichten Überhöhung unterhalb.

Einsatz des Shelf-Filters im Mastering

Das Shelf-Filter eignet sich in erster Linie dazu eine generelle Klangbalance vorzunehmen. Dafür lässt sich mit Anpassungen im tief- und hochfrequenten Bereich schnell eine grundlegende Richtung festlegen (z.B. „mehr Bass“). Eine solche Anhebung im tieffrequenten Bereich kann mehr Druck bewirken, während hochfrequentes Anheben für Luftigkeit sorgt (sog. „Air-Band“).

Feinanpassungen sind besser mit dem Bell-Filter realisierbar. Ebenso eignet sich das Shelf-Filter nur bedingt zur Unterdrückung von Störgeräuschen, es sei denn diese sind breitbandig und am oberen oder unteren Ende des Frequenzspektrums. Aufgrund der Beschränkung auf wenige Parameter eignet sich das Shelf-Filter dagegen gut für schnelle Anpassungen der tiefen und hohen Frequenzen. Die weitergehenden Möglichkeiten der Kurveneinstellung mittels Q-Faktor können gezieltere Klanganpassungen ermöglichen. Hier kann man sich unter Umständen einen Bell-Filter einsparen bzw. werden hiermit Frequenzverläufe möglich, die man mit Bell-Filtern nur sehr aufwendig nachbauen könnte.

Auf jeden Fall kann es hilfreich sein, Klangvergleiche zwischen ähnlichen Einstellungen mit Shelf-Filtern und Kombinationen aus Shelf- und Bell-Filtern vorzunehmen. Jedes Material ist anders und reagiert unterschiedlich auf die Filtereinstellungen. Erlaubt ist, was gefällt bzw. was klanglich besser passt.

Teil 1: Übersicht, was gibt es für EQs
Teil 2: Das Bell-Filter

MM Sound in der S&R

Für diejenigen, die sich ein bisschen mehr für unser Studio und den allgemeinen „Mastering-Talk“ interessieren, gibt es jetzt in der aktuellen Ausgabe der Sound & Recording (Ausgabe 3/2020) einen Artikel mit und über uns, den wir euch wärmstens empfehlen können. Bisher ist er in der Printausgabe zu finden, die voll mit nützlichen und interessanten Dingen ist, ob er später auch online lesbar sein wird, weiß ich noch nicht, falls so, werde ich ihn noch verlinken.

Hier erst einmal ein Link zum Shop, um die Ausgabe zu beziehen: https://www.soundandrecording.de/shop/sound-recording-03-2020/

Und hier nun der Link direkt zum Artikel:
https://www.soundandrecording.de/stories/mm-sound-mastering-studio/

(Achtung, durch anklicken eines dieser Links verlasst ihr das Online-Angebot von MM Sound, auf den Inhalt der verlinkten Seite haben wir keinen Einfluss. Wir überprüfen unsere Links im Rahmen unserer Möglichkeiten. Sollten anstößige Inhalte auf einer von uns verlinkten Seite zu finden sein, schreiben sie uns bitte eine Mail)

Mastering Workshop Februar 2020

Es wird wieder einen Mastering-Workshop geben, dabei lernt ihr die Grundzüge des Masterings, den Workflow und die Masteringwerkzeuge an praktischen Beispielen kennen und verstehen. Gerne darf eigenes Material mitgebracht werden, das dann gemeinsam vor Ort gemastert wird. Nach einer anfänglichen Einführung dürft ihr schnell auch selbst Hand ans Mastering anlegen und erhaltet dabei viele wertvolle Tipps von den Profis.

Der Workshop findet bei MM Sound in der Arnsbergstr. 12 in 33803 Steinhagen am 29.2.20 von 11:00 bis 17:00 statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 5-8 beschränkt. Da es vor Ort keine direkten Einkaufsmöglichkeiten gibt wird gebeten sich für Mittags selbst zu versorgen. Die Teilnahmegebühr beträgt 149,-€ (zzgl. UmSt). Anmeldung unter

Masteringworkshop MM Sound
Mastering-Workshop 2019: Alle Teilnehmer hören gespannt zu.

Öffnungszeiten zum Jahreswechsel

MM Sound Digital Mastering Studio GmbH

MM Sound hat zwischen den Jahren von 23.12.19 bis einschließlich 1.1.20 geschlossen, ab 2.1.20 sind wir wieder für euch da. Für dringende Fälle stehen wir unregelmäßig über die bekannten Mobilkontakte zur Verfügung.

Der EQ im Mastering – Teil 2: Das Bell-Filter

Bell-Filter; Glockenfilter
Bell-Filter; Glockenfilter

Das Bell-Filter, auch Glockenfilter genannt, ist wohl die häufigste verwendete EQ-Form. Es gibt ihn in vielerlei digitaler und analoger Form mit teilweise sehr umfangreichen speziellen Zusatzfunktionen. Allen voll-parametrischen Glockenfiltern sind aber drei grundsätzliche Einstellungsmöglichkeiten gemein: Gain (oder Hub), Frequenz und Q-Faktor (oder Güte).

Parameter

Ein sehr breiter Bell-Filter von etwa 160Hz bis ca. 10kHz mit Mittelfrequenz bei ungefähr 1280Hz

Der Gain wird üblicherweise in dB angegeben und gibt an, wie stark ein gewisser Bereich angehoben oder abgesenkt wird, dabei steht das negative Vorzeichen für eine Absenkung, positive Gain-Werte zeichnen eine Anhebung aus. Für den Einsatz im Mastering eignen sich vor allem Geräte, die hier eine feine Rasterung in ¼ oder ½ dB Schritten bieten, um einerseits genügend feine Bearbeitungen und andererseits eine gute Reproduzierbarkeit zu gewährleisten. Üblicherweise wird der Gain auf der Y-Achse eines Koordinatenkreuzes dargestellt.

Mit Frequenz wird üblicherweise die Mittenfrequenz angegeben, um die herum eine Bearbeitung stattfindet. Zeichnet man eine vertikale Achse durch die angegebene Frequenz, ist der linke Teil des Bell-Filters zum rechten Teil achsensymmetrisch. Die Frequenz wird üblicherweise auf der X-Achse dargestellt, welche logarithmisch bemaßt wird. Diese Darstellung wurde deswegen gewählt, weil eine Verdopplung der Frequenz einer tonalen Erhöhung um eine Oktave entspricht, was zur Folge hat, dass wir in absoluten Werten betrachtet im Tieftonbereich eine höhere Auflösung benötigen, als im hochfrequenten Sektor. Im digitalen Bereich sind heutzutage meist alle Frequenzen zwischen 20 Hz und 20 kHz als Mittenfrequenz anwählbar. Für das Mastering sind häufig aber auch sinnvoll – d.h. nach musikalischen Kriterien – gewählte Rasterstufen (vor allem bei analogen Geräten) nützlich, da sie ein schnelleres Arbeiten ermöglichen.

Der Q-Faktor ist definiert als Ergebnis aus Mittenfrequenz (fm) dividiert durch die Bandbreite (B) also
Q = fm / B. Die Bandbreite ist dabei der Bereich um die Mittenfrequenz, bis die Kurve um 3dB abgesunken ist oder zugenommen hat. Je niedriger der Q-Faktor ist, desto breitbandiger ist die Bearbeitung. Während man mit schmalbandigen Bearbeitungen vor allem auch im Mix gut Störgeräusche eliminieren kann, werden breitbandigere Bearbeitungen häufig als natürlicher empfunden. Übliche Wertebereiche für den Q-Faktor sind im Mastering 0,4 bis 1,3, bei spezielleren Anwendungen können aber auch höhere Werte nötig sein.
Auch findet man den Begriff des proportional-Q. Hierbei verändert sich der Q-Faktor in Relation mit dem Gain-Regler mit, sodass die frequenzmäßige Gesamtbreite des zu bearbeitenden Bereichs möglichst gleich bleibt, während man den Gain einstellt.

Die hier vorgestellte Definition ist so gemäß Lehrbuch und gibt nur einen kleinen Einblick in das Thema Q-Faktor, in der Praxis ist das leider so nicht genau zutreffend. Wer sich mit dem Thema intensiver auseinandersetzen möchte, dem sei der Blog von Bodo Felusch ans Herz gelegt, der das Thema sehr genau beleuchtet: felusch.de/?p=388

Einsatz des Bell-Filters im Mastering

Generell werden Filter im Mastering meist dazu genutzt eine frequenzmäßige Balance herzustellen. Das idealisierte Ziel ist es, dass der Song auf jedem Wiedergabesystem möglichst nah an der gewünschten Klangvorstellung des Künstlers ist. Häufig werden auch klangliche Ungleichgewichte oder generelle Defizite ausgebessert, die während der Mixphase entstanden sind (z.B. nicht optimale Abhörbedingungen im Projektstudio, Übermüdung des Gehörs nach langer Aufnahmesession etc.). Um diese Balance richtig abschätzen zu können bedarf es viel Erfahrung und eines ausgeruhten und möglichst frischen Gehörs. Der Mastering-Engineer sollte im idealen Fall noch nichts mit dem Projekt zu tun gehabt haben, damit auch eine Gewöhnung an gewisse Unzulänglichkeiten ausgeschlossen werden kann.

Klangbalance

Für viele Bereiche der Popularmusik hat sich eine dem klassischen Orchester ähnliche frequenzmäßige Ausgewogenheit durchgesetzt. Diese hat sich über einen längeren Zeitraum durch ständige Veränderungen von Instrumentenzahl, Aufstellung und Fortschritt des Instrumentenbaus entwickelt und wird gemeinhin als ästhetisch schön empfunden.

Allerdings haben sich inzwischen auch viele Genres gebildet, die bewusst davon abweichen, so sind im Hip-Hop z.B. deutlich stärkere Bässe üblich. Auch im Bereich der EDM (electronic dance music) ist man diesem Klangideal nicht unbedingt treu, es wird zum Teil bewusst dagegen verstoßen und die Klangbalance ist sehr frei gewählt – getreu dem Motto: Gut ist, was gefällt. Es bedarf also einiger Erfahrung und eines gewissen Fingerspitzengefühls, um die „richtige“ Klangbalance zum jeweiligen Song abhängig von Genre, technischen Parametern der möglichen Wiedergabe und gewünschter Klangästhetik des Künstlers zu finden und den Song daraufhin zu optimieren.

EQ-Techniken

Es gibt verschiedene „EQing-Techniken“, die wohl bekannteste ist das sog. Sweepen: Hierbei fährt man bei maximaler Verstärkung und hohem Q-Faktor langsam durch das Frequenzband und selektiert Bereiche, die stören. Achtung, bei digitalen EQs sollte man hier wirklich langsam durch das Frequenzband fahren, da es eine kleine Verzögerung zwischen dem Einstellen und dem Hören gibt. Im Mastering ist diese Technik weniger hilfreich, da durch diese Extremeinstellung dem Gehör ein Klangbild vorgestellt wird, dass nicht zielführend ist. Die Technik eignet sich vor allem dann, wenn man gezielt einzelne Frequenzbereiche sucht, die man zuvor beim unbearbeiteten Hören schon als störend empfunden hat. Idealerweise sollte das schon auf den Einzelspuren im Mix geschehen und nicht erst im Mastering.

Für Engineers mit klassisch ausgebildetem Gehör bietet es sich an, Frequenzen über die Klaviatur zuzuordnen. Hierdurch können direkt die Unausgewogenheiten im Klangbild in Frequenzen übersetzt und via EQ korrigiert werden. Einige EQ-Plugins bieten sogar eine Klaviatur als optisches Hilfsmittel, um diese Technik noch besser nutzen zu können. Der Vorteil besteht darin ganzheitlich und vor allem musikalisch zu denken. Der Kopf muss nicht zwischen technischem und musikalisch kreativem Denken hin und her wechseln, kann also weitestgehend die gleiche Gehirnhälfte ansprechen.

Als weitere Variante gibt es auch die Möglichkeit die einzelnen Bereiche des Frequenzspektrums verschiedenen Instrumenten oder Instrumenten-Funktionen zuzuordnen. Die Denkweise im Mix ist recht ähnlich, so wird der Gedanke „Die Basedrum ist zu leise“ in der Mischung dazu führen, dass man den Level via Fader erhöht. Im Mastering ist das nicht (oder nur bedingt bei Stem-Mastering) möglich und es wird einem eine Lösung über den EQ in den Sinn kommen. In unserem Beispiel könnte also eine Anhebung bei ca. 60Hz je nach Material und Abstimmung mit dem Bass ein Lösungsansatz sein. Wichtig ist hierbei nicht zu sehr in Einzelinstrumenten zu denken, da man dann schnell vergisst, dass man immer auch andere Instrumente im selben Bereich bearbeitet. Hier sollte man sich zu jedem Bereich auch die anderen „Mitspieler“ genauer anhören und überprüfen, was die gewünschte Bearbeitung mit diesen tut und ggf. abwägen, was für die gewünschte Klangbalance nun vorranging zu behandeln ist, damit der Song hinterher optimal klingt.

Bei all diesen Techniken kann ein guter und hoch auflösender Analyzer natürlich visuell unterstützen, entscheiden sollte aber immer das Gehör unter Berücksichtigung des musikalischen Gespürs und der gewünschten Klangbalance.

Ausblick

In der nächsten Folge widmen wir uns dem Shelv-Filter, bevor es mit den etwas spezielleren „Kollegen“ weiter geht.

Teil 1: Übersicht, was gibt es für EQs
Teil 3: Das Shelv-Filter

DC Offset im Mastering

Ursache und Wirkung

Gleichspannungsversatz, das Signal osziliert nicht um die Nullinie, sondern um eine Linie, die nach unten versetzt ist.

Gleichspannungsversatz (engl. DC Offset) in einem Audiosignal verschiebt den Wechselanteil  – also den hörbaren Nutzbereich – um einen bestimmten Betrag von der idealen Nullposition.

Da es sich hierbei um Gleichspannung handelt, sollte es eigentlich nicht störend sein – man hört es ja nicht. Es gibt aber trotzdem einige negative Auswirkungen auf das Audiosignal:

Zum einen verringert sich dadurch der nutzbare Dynamikbereich, da das Signal nicht mehr von Null ausgeht, es gibt also weniger Headroom. Zum anderen kann es knacken, wenn man ein solches Signal abspielt oder stoppt, bzw. wenn man einen Schnitt zwischen einem Signal mit DC und einem anderen ohne DC ausführt. Hierbei findet dann nämlich ein Potentialsprung statt, der sich in einem Knacken bemerkbar machen kann.

DC entsteht vornehmlich im analogen Bereich des Audiosignals, oft durch Bauteiltoleranzen in den AD-Wandlern. Bei den nachfolgenden Bearbeitungen (Summierung von Kanälen, EQ, Pegelerhöhung, etc.) im Mix können sich kleine DC-Anteile zu einem größeren aufaddieren. Der Anteil an Gleichspannung in einem fertigen Audio-Mix muss nicht konstant sein.

Was kann man im Mastering dagegen tun?

Eine FFT-Darstellung eines Songs mit deutlich erkennbarem DC-Offset.

Dazu muss natürlich der DC Offset erst einmal erkannt werden. Hilfreich ist hier eine FFT-Anzeige des laufenden Audiosignals. Bei entsprechender Auflösung und Einstellung kann der Gleichspannungsversatz als mehr oder weniger konstante „Ausbeulung“ am unteren Ende des Frequenzspektrums erkannt werden.

Einige Mastering-Programme und -Plugins haben spezielle Funktionen zum automatischen Entfernen von DC Offset. Allerdings weiß man nicht so genau, was diese so tun, besonders in den Fällen, in denen das Signal nicht komplett durchlaufend DC-behaftet ist.

Hilfreich zur manuellen Entfernung ist ein steilflankiges High-Pass Filter (< 16 Hz), das möglichst ohne klangliche Einbußen den tieffrequenten Störanteil ausfiltert. Mit diesem wird nicht nur der 0 Hz Gleichspannungsanteil entfernt, sondern auch der gesamte Infraschallbereich aufgeräumt. Wichtig ist hierbei auf mögliches Überschwingen oder Clipping im Bereich tiefer Frequenzen zu achten.

Ein DC-befreites Audiosignal lässt sich wieder in seiner vollen Dynamik nutzen und es werden Knacker bei Start, Stopp und im Schnitt vermieden. Somit bringt das Entfernen von Gleichspannungsanteilen hörbare Vorteile für das Audiosignal und bessere Eingriffsmöglichkeiten für die weiteren Schritte im finalen Mastering. Es sollte daher zu Beginn der klanglichen Bearbeitung vorgenommen werden.

Dateiupload via FTP

Im Zuge ständiger Vereinfachungen haben wir euch ein kleines Tool bereitet, mit dem der Dateiupload zukünftig einfacher gehen soll als bisher.

Windows-Nutzer können sich nun einfach folgenden kleinen FTP-Client herunterladen. Hier ist unser FTP-Server soweit komplett voreingestellt, sodass nur noch die von uns erhaltenen Nutzerdaten (User + Passwort) eingegeben werden müssen und die Daten dann per Drag & Drop auf den Server geladen werden können.

Mac-User müssen leider weiterhin einen FTP-Client ihrer Wahl nutzen. Eine Anleitung, wie man Uploads mit File-Zilla tätigt, findet ihr hier: Dateiupload via FTP mit FileZilla

Nach dem Download muss man nur das zip-File auf dem eigenen Rechner entpacken und die Datei „WinSCPPortable.exe“ ausführen.

Das Programm startet mit allen nötigen Einstellung voreingestellt, lediglich ein Klick auf Anmelden ist erforderlich.

Als nächstes fragt das Programm nach dem Benutzernamen, hier müsst ihr den von uns mitgeteilten Nutzernamen eintragen (am besten kopiert ihr ihn aus der Mail, damit keine Tippfehler passieren können).

Bestätigt die Eingabe mit OK.

Es folgt die Passworteingabe. Auch hier empfielt es sich die Zeichenfolge aus der Mail zu kopieren, damit sie exakt so ist, wie angegeben.

Bestätigt die Eingabe mit OK.

Das Programm stellt sich nun ähnlich einem normalen Windows-Fenster dar. Hier könnt ihr eure Daten einfach per Drag & Drop auf die weiße Fläche ziehen und der Upload startet. Wollt ihr Dateien herunterladen, die hier im Fenster angezeigt werden geht das auch einfach per Drag & Drop, indem ihr sie in euer lokales Verzeichnis zieht.

Während der Upload läuft wird euch dieser Upload-Balken angezeigt, hier seht ihr wie viel Zeit noch verbleibt (vorrausgesetzt die Internet-Speed bleibt konstant), wie viel bereits übetragen wurde und wie eure aktuelle Geschwindigkeit ist.

Wir hoffen diese kleine Anleitung hilft euch bei all euren zukünftigen Uploads auf unseren Server und gestaltet die gemeinsame Zusammenarbeit noch einfacher.

Mastering-Workshop 26.03.19

Mastering via V700er analogem Outboard von ADT. Konzentriertes Zuhören.

Am 26.3.19 öffneten wir zum ersten Mal unsere Pforten für einen Mastering-Workshop. Das Teilnehmerfeld war sehr bunt aufgestellt und kam aus vielen Bereichen der Audio-Welt. Das Interesse war groß und die vielen spannenden Fragen führten zu einem regen Austausch. Nach einer kleinen Einführungsrunde und einer Tour durch unsere „heiligen Hallen“ näherten wir uns praxisnah der Materie. Im gemeinsamen Austausch wurde ein Beispieltitel im hybrid Verfahren gemastert und die jeweils dafür notwendigen Schritte und Entscheidungen umfassend erklärt.

Alles tummelt sich im Sweetspott.

Nach diesem ersten Einblick, wie man es machen kann, galt es dann sich den eigenen mitgebrachten Projekten der Teilnehmer zu widmen. Wer wollte, konnte ganz im eigentlichen Sinne eines Workshops Hands-On sich am Mastering versuchen, stets unterstützt durch unsere Hinweise und Tipps. Die Zeit verstrich sehr schnell und so war ein schöner Tag mit vielen anregenden Gesprächen, viel Hören und einer tollen und sehr interessierten Gruppe schnell zu Ende.

Wir werden zu gegebener Zeit gerne daran anknüpfen und einen weiteren Mastering-Workshop anbieten. Hier entsteht eine interessante Plattform zum Austausch von Informationen und Tipps. Bei Interesse könnt ihr euch gerne vormerken lassen. Schreibt uns dazu einfach unverbindlich eine Mail.

Der EQ im Mastering – Teil 1: Übersicht, was gibt es für EQs

Was ist ein EQ

Ein Equalizer (oder kurz EQ; auf Deutsch Entzerrer) ist eine Komponente in der Signalkette, die Frequenzen anheben oder absenken kann. Es ist eines der am meisten genutzten Klangwerkzeuge der Audiowelt. Equalizer gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Varianten. Man kann sie anhand ihrer physischen Beschaffenheit (Hardware vs. PlugIn), Bedienung (parametrisch, grafisch) oder wohl am hilfreichsten ihrer Eigenschaften unterscheiden. Neben reinen EQs gibt es auch Mischformen mit dynamischen Prozessoren.

Übersicht reine EQ-Arten

Bell-Filter; Glockenfilter

Bell-Filter, auch Peak oder Glockenfilter genannt, ist wohl eine der häufigsten EQ-Formen. Sein Wirkbereich gleicht der Form einer Glocke um eine Mittelfrequenz herum. Die Breite der Glocke wird durch den Q-Faktor (oder Güte) bestimmt.

Shelving-Filter (auch kurz Shelv oder dt. Kuhschwanz-Filter) wirkt auf einen kompletten Frequenzbereich oberhalb (High-Shelv) oder unterhalb (Low-Shelv) einer Einsatzfrequenz bis an den Rand des Spektrums

Notch-Filter werden genutzt um speziell einzelne Störfrequenzen auszufiltern ohne zu sehr auf das restliche Material zu wirken.



Niveau-Filter „kippen“ das Frequenzspektrum um eine Frequenz herum. Eine Anhebung oberhalb dieser Frequenz bewirkt zeitgleich eine ebenso große Absenkung unterhalb der Frequenz. Im Prinzip kann man sich die Wirkweise vorstellen, wie zwei invers aneinander gekoppelte Shelving-Filter.

High-/Low-Cut-Filter, auch Low-/High-Pass-Filter (Vorsicht Verwirrung) schränken das Spektrum ab einem gewissen Bereich ein. Üblicherweise wird angegeben, bei welcher Frequenz der -6dB-Punkt erreicht ist und mit welcher Flankensteilheit (z.B. 6dB/Oktave) der Filter einsetzt

Übersicht Mischformen EQ + Dynamik

  • Dynamische EQs sind Filter, die ihre jeweilige Bearbeitung abhängig vom Eingangssignal durchführen. Dazu bekommen sie neben den EQ-üblichen Parametern auch das volle Spektrum an Parametern, die wir von Dynamikprozessoren kennen (Threshold, Attack, Release)
  • De-Esser sind im Prinzip spezialisierte, frequenzgebundene Kompressoren. Sie sind für den Einsatz im Bereich der Zischlaute von Sprache und Gesang optimiert und sorgen dafür, dass die S-Laute nicht unangenehm im Endprodukt herausstechen, nach Möglichkeit ohne das restliche Signal negativ zu beeinflussen, solange kein S-Laut anliegt.
  • Multiband Kompressoren splitten das gesamte Spektrum eines Eingangssignals in mehrere Frequenzbänder (Multiband) auf, darauf folgt jeweils eine eigenständige Dynamikbearbeitung. Damit sind sie mehr der Welt der Dynamikprozessoren zugeordnet.

Ausblick

In den kommenden Teilen wollen wir uns dann näher mit den einzelnen Filtern beschäftigen, uns anschauen, wozu sie im Mastering üblicherweise genutzt werden, und wie man sie effektiv einsetzt. Am Ende sollen auch ein paar der Mischformen beleuchtet werden.

Fußnote zu parametrisch/graphisch Beim parametrischen EQ gibt es für jeden einstellbaren Parameter ein Bedienelement. Im Gegensatz dazu wird beim grafischen EQ das Signal in einzelne Bänder aufgeteilt, die jeweils einen Regler bekommen, das resultierende Bild der Regler bildet den Frequenzverlauf

Teil 2: Das Bell-Filter
Teil 3: Das Shelv-Filer

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